Sevilla FC und der erste richtige Tag :)

Nachdem ich zwei Stunden geschlafen habe (was trotz Hitze sehr gut geklappt hat... ich glaube ich war wohl ziemlich müde :-P), habe ich meiner Gastmama die mitgebrachten Gastgeschenke übergeben. Besonders über die Lebkuchen hat sie sich gefreut und später als sie sie probiert hat, nochmal betont wie gut die schmecken Insgesamt hab ich es hier wohl ziemlich gut erwischt. Estrella beherbergt seit 12 Jahren "estudiantes" aus aller Welt und ist auch sonst cool drauf. Darf z.B. gehen und kommen wann ich will. Wichtig ist bloß, dass ich leise bin, sollte ich mal zur später Stunde wie etwa am Wochenende  nach Hause kommen :-P

Ich habe mich dann spontan entschieden zum Estadio Ramón Sánchez Pizjuán zu laufen und zu schauen, ob ich eventuell noch eine Karte für das Andalusien-Duell Sevilla - Málaga bekomme. Und zum Glück gab es noch welche Zwar war die Sevillakurve "Gol Norte" ausverkauft, aber auf der Gegengerade hab ich für 25 € im Oberrang noch einen guten Platz gefunden
Da es noch ein bisschen dauerte bis das Spiel losging, habe ich mich auf die Stufen von einer Treppe gesetzt und dem Treiben zugeschaut und wurde Zeuge eines spanischen Phänomens, welches wir schon unzählige Male in der Schule durchgenommen haben: El bottelón (dt. ~ Besäufnis) :D Während in Deutschland vor dem Spiel ein, zwei Bier in der Kneipe oder auf dem Weg getrunken werden, lassen die Spanier es richtig krachen. Alle treffen sich in den Straßen um das Stadion herum und packen ihre Vodkas, etc. aus und betrinken sich dann richtig. Ich wurde quasi schon ganz komisch angeschaut als ich da mit meiner Cola durchgelaufen bin :-P 

Im Stadion selbst habe ich dann mal wieder gemerkt, wie ordnungsliebend die Deutschen sind. Keine Personenkontrolle, keine Kontrolle, ob du auch in dem Block sitzt, für den du bezahlt hast, nix :D Hatte meinen Sitzplatz neben so einem Familienvater, der während des Spiels die ganze Zeit irgendwelche Flüche auf Spanisch ausgestoßen hat und sich beschwert hat wie schlecht sie doch spielen (obwohl es nicht soo schlimm war). Irgendwie kam mir das Ganze bekannt vor :-P In der Halbzeitpause hatte ich dann Hunger und hab mir mit einem großem Schmunzeln eine Art HotDog gekauft, die vom Verkaufsstand als "Frankfurt de pollo" (pollo = dt. Hähnchen) angepriesen wurden :D ... tja die deutschen Produkte sind überall :-P
Letztendlich ist das Spiel 2:2 ausgegangen. Schade. Wobei das Spiel ganz gut war und Sevilla zweimal zurückgekommen ist. Besser als der Rumpelfußball, den ich am Samstag beim Glubb gesehen habe wars allemal.

Der nächste Tag begann dann um 7:45 Uhr. Duschen, dann das Frühstück, bei dem ich dann mitbekam, dass ich nicht der einzige Student hier in der Wohnung bin :-P Estrella beherbergt noch zwei California Girls, die auch was mit BWL studieren und ebenfalls hier sind um ihr Spanisch aufzubessern bzw. Englischstunden geben.
Die beiden sind sehr lustig. Verstehen uns super. Da beide nicht sooo gut in Spanisch sind und viel auf Englisch ausweichen, bin ich zum Übersetzer geworden, wenn unsere Gastmutter und die beiden sich gegenseitig nicht vestehen :D Ich lern hier also nicht nur Spanisch sondern auch noch Englisch. Der Aufenthalt lohnt sich also auf jeden Fall.

Nachdem ich mich kurz zweimal verlaufen habe (die engen Straßen hier sehen sich alle zum verwechseln ähnlich! :-P), hab ich dann auch meine Schule erreicht. Musste mich kurz bei der Rezeptionistin melden, von der ich ne Begrüßungsmappe mit Informationen und einem STADTPLAN erhalten habe. Verlaufen ist jetzt also nicht mehr drin :-P

Hab immer von 9:30 - 13:30 Unterricht und meine Lehrerin heißt Laura. Laura ist auch total nett und zudem noch recht jung (an die Dreißig würde ich sie schätzen). Zudem besteht unsere Gruppe nur aus drei Leuten, da C1 ja schon ein höheres Niveau ist und wir somit ganz unter uns sind. Neben mir machen eine Österreicherin (die aber nicht so schlimm dialektal redet) namens Melanie und eine Südkoreanerin, die von allen Patrizia genannt wird (ich denke sie heißt anders, aber das kann wahrscheinlich keiner aussprechen^^) die Runde komplett. Der Unterricht ist ebenfalls ganz gut aufgeteilt. Zum einem Teil Grammatikunterricht, aber eben auch viel Konversation, da wir nur so wenige sind. Beim Grammatikunterricht war heute die Vergangenheit dran und Laura wollte, dass wir eine "anécdota" in der Vergangenheit aus unserem Leben erzählen. Mir fiel nichts besseres ein, also erzählte ich die José-Caro-Kofferaktion, woraufhin sich meine Lehrerin vor Lachen kaum mehr eingekriegt hat :D Man vesteht sich also

Wieder daheim, gab es dann um drei Mittagessen (nicht wundern, das ist normal für spanische Verhältnisse). Es war sehr sehr lecker, obwohl Estrella irgendwas mit Fisch gekocht hat, was aber sogar mir geschmeckt hat! Ich werde hier also noch umerzogen Muss nochmal nachfragen was das genau war

Soweit vom ersten Tag. Ich melde mich wieder. Grüße vom 39 Grad warmen (hat vorhin ein Stadtthermometer angezeigt^^) Sevilla in die Heimat

 

1 Kommentar 2.9.13 19:01, kommentieren

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Unbeschadet angekommen :)

Endlich daaaaa

Nach meiner sechszehnstündigen Reise bin ich endlich in Sevilla bei meiner Gastfamilie angekommen
Aber ich erzähl erstmal der Reihe nach:

Um 22:05 gings vom Nürnberger Hauptbahnhof auf zum Frankfurter Hauptbahnhof. Die Fahrt verlief recht unspektakulär, da ich die meiste Zeit der zwei Stunden eigentlich nur gedöst habe.

Dort angekommen musste ich dann den Zugang zum Frankfurter Tiefbahnhof suchen, was mir zum Glück gelang und ich somit ohne Probleme am Frankfurter Flughafen ankam.
Apropos Frankfurter Flughafen... welch eine Reizüberflutung :-P Da bin ich ja direkt froh, dass wir in Nürnberg nur so einen kleinen Flughafen haben. Hab dann sage und schreibe 30 Minuten gebraucht um zu meinem Terminal zu gelangen. Wahnsinn was man da für Strecken zurücklegt :-P

Jedenfalls war es dann 1 Uhr, sodass ich noch 5 Stunden totschlagen musste, bis ich einchecken konnte :-/ Hab mir die Zeit damit vertrieben ein paar Leuten via WhatsApp zu schreiben und dann hab ich mal wieder vor mich hingedöst (und zwar in so verkrüppelten Haltungen, da wäre es jedem Orthopäden wahrscheinlich schlecht geworden :D)

Als es dann soweit war, bin ich eingecheckt und hab dann noch schön deftig beim McD gefrühstückt :-P  Flug war auch soweit in Ordnung. Ich war dann so müde, dass ich fast die ganzen drei Stunden durchschlafen habe.
In Madrid hatte ich dann ne Stunde Pause, ehe es dann an Bord des Fliegers nach Sevilla ging. Leider hatte ich kein Glück mit meinen Sitznachbarn. Nein, es waren keine Schwaben und auch keine Niederbayern, sondern Österreicher mit ihrem Wiener Dialekt^^ Mensch, war ich froh, dass ich Kopfhörer dabei hatte und Musik hören konnte. Ist ja nicht zum Aushalten :D

Als ich dann im 33 Grad warmen Sevilla angekommen bin, musste ich meine größte Sorge (dass ich den Weg vom Flughafen zu meiner Gastfamilie nicht finde) meistern. Zum Glück habe ich beim Warten an der Bushaltestelle, zwei Jugendliche in meinem Alter kennengelernt, die sich als Niederländer namens Per (oder zumindest so ähnlich^^ habe den Namen nicht genau verstanden) und Alexandra vorstellten. Die beide waren wohl schön öfter in Sevilla und treten jetzt ihr Auslandspraktikum (beide studieren International Buisness Studies) hier an. Da sie sehr gut Deutsch sprechen konnten, war die Kommunikation kein Problem und da sie sich hier schon besser auskennen als ich, haben sie mich in die richtige Richtung gelotst, sodass es überhaupt kein Problem war, die Wohnung meiner Gastfamilie zu finden. Fazit: Holländer =  Top! Einzig und allein meinen Schalkeaufkleber auf dem Koffer, den wir angebracht haben, damit man den Koffer bei der Gepäckausgabe leichter erkennen kann, fanden sie nicht sooo toll. Die beiden haben letztes Jahr schon ein Auslandspraktikum in Deutschland in der Nähe von Bremen verbracht und sind somit eher grün-weiß als königsblau :-P

Nachdem dann an dem Mehrfamilienhaus angekommen bin und ich meinen Koffer in den zweiten Stock hochgeschleppt habe, begrüßte mich dort meine Gastmutter Estrella (dt. Stern :D), die eine sehr sehr nette Frau ist und mir gleich die ganze Wohnung gezeigt hat. Mein Zimmer ist typisch typisch spanisch eingerichtet, aber völlig in Ordnung und geräumig. Spanisch heißt in dem Fall durchgehend dunkle Holzmöbel, goldenes Betgestell, eine Blümchentagesdecke und über meinem Bett thront eine Art Figur der Jungfrau Maria, die aber anscheinend Regina heißt, wenn man dem Namenschild folgt, was darunter angebracht ist :D
Die Klimaanlage ist anscheinend leider kaputt, weshalb ich mich mit einem Ventilator begnügen muss. Ich hoffe, dass lässt sich nachts aushalten... ich werde berichten

Anschließend hat Estrella mir noch ihre beiden Söhne Javier und den anderen Namen hab ich schon wieder vergessen^^ vorgestellt und mir den WLAN-Netzwerkschlüssel gegeben. HALLELUJAH!! Gott sei Dank. Wäre ja nicht auszudenken gewesen, wenn ich die vier Wochen hier kein Internet gehabt hätte :-P

So lange Rede, kurzer Sinn: Mir gehts gut, ich bin wohlauf und geh jetzt erstmal n Stündle schlafen Melde mich die Tage wieder

Liebe Grüße 

Patrick

 

1.9.13 15:53, kommentieren